Jester von Vapefly nach 2 Monaten Dauertest

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Jester von Vapefly nach 2 Monaten Dauertest

Reviews mache ich ja auf meiner Seite eher selten und wenn dann von Einsteigersets oder von Dingen die mich persönlich wirklich interessieren. Und dann richtig. Hier also das Ergebnis meines Dauertests des Jester Kits von Vapefly.

 

Ein Pod-System (schon wieder stöhnt es aus dem Off^^). Ja natürlich schon wieder ein Pod-System. Erstens machen die Dinger außerhalb der Dampferblase locker 90 % aller verkauften Geräte aus und zweitens greifen Umsteiger hauptsächlich dazu. Einfach muss es sein und funktionieren muss es. Natürlich macht man auch andere Erfahrungen. So kann es schon mal passieren das einer meiner Freunde nach der Inaugenscheinnahme meiner Dampfervitrine und diverser anderer “Stellplätze” in der Wohnung partout “sowas großes” zum Einstieg haben will. Das dann wieder auszureden ist manchmal mehr Arbeit als das “überreden” zum Dampfen 😎. Trotz der ziemlich sicher richtigen Einstellung zuerst auf ein kleines, leicht zu betreibendes System zu verweisen, stellt sich beim Umsteiger nach einer gewissen Weile Frust ein. Warum? Nicht wegen des empfohlenen Gerätes, das funktioniert tadellos. Aber bei der extrem hohen Geschwindigkeit mit der neue Geräte und Systeme auf dem Markt erscheinen, kann es schon mal passieren das jenes eben noch empfohlene Geräte einige Wochen später sang- und klanglos aus den Shops verschwunden ist. Kurz darauf auch die zum Betrieb nötigen Verdampferköpfe. Arschkarte! Gerade deswegen erschien mir die Ankündigung des “ersten Pod-Systems zum selberwickeln” vor einigen Monaten sehr interessant und ich habe es ausgiebig getestet.

P.S.: Vielleicht fällt einigen Lesern der unterschiedliche Zustand der Pods auf den Bildern auf. Ich habe kurz vor Ende der Testphase noch ein zweites System bestellt, mit dem einige der Bilder entstanden sind.

Lieferumfang:

1x Vapefly Jester Mod (1000 mAh fest verbauter Akku)
1x Vapefly Jester Pod Selbstwickeleinheit
1x Vapefly Jester Pod 0.5 Ohm Mesh Coil
1x Ersatzteile
1x Micro-USB Kabel
1x Anleitung

Ein Tütchen mit Watte und 2 vorgefertigten Coils a 1,00 Ohm sind ebenfalls enthalten, so dass man sofort loslegen kann. Das mitgelieferte “Werkzeug”, der typische Allen Key, kann getrost in der Tonne versenkt werden. Bei mir passte der Kreuzschraubendreher nicht zu den Deckschrauben. Eine Minimalausstattung an Werkzeug ist für die Watteverlegung zwingend notwendig. Gegebenenfalls auch eine Lupe oder Lesebrille wegen des winzigen Wickeldecks  😋.

 

Ein Manko, das mir zumindest im Design aufgefallen ist, sind die “großzügigen Spaltmaße” zwischen Pod und Akku. Um diese zu verdeutlichen das merkwürdige Foto unten. Allerdings muss man fairerweise dazusagen das dies wohl der einzige Weg war bei den straff gefederten Polen Fertigungstoleranzen bei den Pods auszugleichen. Tatsache ist das dies eher ästhetisch stört, auf den Betrieb aber keine Auswirkungen hat.

Die Fertigcoils:

Der mitgelieferte Pod mit dem 0,5 Ohm Mesh Fertigcoil tut was er soll und schmeckt für einen Fertigcoiler gut. Die Coils hatten bei mir in Dauernutzung mit nicht so süßen Liquids eine durchschnittliche Haltbarkeit von ca. 3 Wochen. Also mehr als ok. Der Akku ist in der Lage 3 Spannungsstufen auszugeben. 3,3. 3,8 und 4,8 V. Die letzte Stufe ist bei den Fertigcoils nicht verfügbar. Der Pod besitzt an der Basis eine AFC, die sich stufenlos einstellen lässt. Die Befüllung mit max. 2 ml erfolgt über ein Top-Fill System, das unter einer Abdeckung mit  Scharnier versteckt ist.

Die Selbstwickeleinheit:

Bei der Selbstwickeleinheit ist die obere Kappe inkl. Verdampferkammer nicht mit einem Scharnier befestigt und wird einfach abgezogen. Trotz einiger Vorbehalte kann ich nach 2 Monaten sagen, dass es in dem Bereich kaum zu Abnutzungen gekommen ist und die Kappe immer noch sitzt wie am ersten Tag. Das Wickeln ist bedingt durch die Größe einigermaßen “frickelig” lässt sich aber durchaus auch von Anfängern bewerkstelligen. Auch, wenn in einigen anderen Reviews davon abgeraten wird. (Vielleicht sollte man den Leuten auch mal etwas mehr zutrauen). Der Wickelprozess ist auf den folgenden Bildern selbsterklärend. Beachten muss man eigentlich nur das die Watte nicht zu kurz abgeschnitten wird. Auf das allseits so beliebte “aufplüschen” kann getrost verzichtet werden Hauptsache die Stränge dichten die Liquidlöcher gut ab. (Nicht zu stramm aber dicht.) Sie sollte gut in den Tank hineinragen, wenn man nicht ständig den halbleeren Tank neigen will, um das Liquid an die Wicklung zu bringen..

Gut befeuchten, Tank füllen. Fertig! Alles kein Hexenwerk. Der Geschmack ist tatsächlich sehr gut, die Dampfentwicklung für MTL ebenfalls. Hier kann man dann auch endlich mal die größte der Spannungseinstellungen testen.

Meine Erfahrungen zu Kritiken aus anderen Reviews:

Das System war irgendwann um 09/2019 in Deutschland erhältlich. Anfang September kamen auch die ersten Reviews, meist mit Samples erstellt. Ich behaupte mal ganz frech nach 1-2 Tagen Nutzung. Wie objektiv kann das sein? Anyway…

Der angeblich von allein aufklappende Scharnierdeckel beim Fertigcoil-Pod

Kurz gesagt, technisch nicht möglich. Die Auslöseeinrichtung für das Scharnier liegt bei eingesetztem Pod innerhalb des Akkurahmens und ist von außen gar nicht zu erreichen. Wenn man den Pod-Deckel hat korrekt einrasten lassen und setzt ihn in den Akkuträger ein, kann da nichts von allein aufklappen.

Die  Zugautomatik

Ja wurde tatsächlich in einem Review eines Magazins angegeben. Das Gerät verfügt über keinerlei Zugautomatik! Oldschool Taster.

Der Pod der Selbstwickeleinheit löst sich von allein

Nee, macht er nicht, man muss schon ordentlich dran ziehen. Mir ist es in den 2 Monaten jedenfalls nie passiert.

Die Spitbacks

Ja die gibt es tatsächlich, wenn man zieht wie ein Ochse und dabei den höchsten Spannungsbereich nutzt. Bei der Verfahrensweise kann man das Liquid aus dem Pod trinken. Also normales Zugverhalten und Spannung passend einstellen und alles ist gut.

FAZIT:

Alles in allem ein System das versucht eine Brücke zu bauen, zwischen einfach (Fertig-Pods) und Bastel-affin und das funktioniert ganz gut. Das Wickeln ist beileibe nicht so kompliziert wie man denkt. Durchaus für Anfänger geeignet. Wenn es erst einmal läuft, hat man eine kleines niedliches Gerät für die Hosentasche und muss sich um eventuell nicht mehr lieferbare Coils keine Gedanken mehr machen. Nervig ist allein der winzige Tank.

🥰 bis die Tage


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Jester Vapefly

ca. 30,00 €
8

Preis

10.0/10

Handling

8.0/10

wechselbare Coils

9.0/10

Verarbeitung

8.0/10

Tankinhalt

5.0/10

Pros

  • Selbstwickel-Pod
  • Zubehör
  • Handlichkeit
  • Preis

Cons

  • Spaltmaße
  • Akkukapazität

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