Fifty Shades of Lies

Fifty Shades of Lies

13. Februar 2020 0 Von Matthias Jung
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Fifty Shades of Lies

Weil wir als Normalsterbliche eher selten die Gelegenheit haben einem “Lichtbildvortrag” der WHO zum Thema E-Zigarette zu folgen, (und ja Lichtbildvortrag hört sich so alt an, aber die Marketingexperten der WHO scheinen auch im Power Point des Jahres 1999 hängen geblieben zu sein) heute mal ein Ausflug in die “harte” Überzeugungsarbeit” der WHO Experten. In diesem speziellen Fall aus der Senatsanhörung auf den Philippinen im Dezember 2019 . Aber keine Bange es gibt da nichts Neueres auf dem Markt, wie mein bereits vor einigen  Tagen beweist. (Aktuelles Briefing der WHO zum Thema, gleiche “Expertin” gleiche PP-Präsentation.) Alle “Folien” können wir hier nicht besprechen, das würde einfach zu lange dauern, deswegen nur die Schmankerl. Die komplette Übersicht über alle Grafiken gibt es hier .


Folie 1

Gleich zu Anfang eine der dreistesten Behauptungen. Man achte auf das Datum 03.12.2019. Zu diesem Zeitpunkt war bereits vollumfänglich bekannt was EVALI ausgelöst hat. Die WHO behauptet auf dieser Senatsanhörung aber dreist, dass die Gründe für EVALI das Manipulieren von Geräten sowie die Benutzung selbst gemischter Liquids wären. Jetzt wird auch klar, warum dieser Artikel Fifty Shades of Lies heißt, da sind die wirklich clever. Bezeichnet man das Zusammenbauen von Einmal-Geräten durch Drogendealer als Gerätemanipulation  und das Strecken von Liquids mit Vitamin E-Acetat in illegalen Dealer-Klitschen als DIY E-Liquids ist es ja nicht mehr gelogen… Heut nennt man das wohl alternative Fakten.


Folie 2

Hier die wohl perverseste Variante einer Info-Tafel die mir in meinem Leben je untergekommen ist. Um es nochmal zu betonen, diese Grafik wird tatsächlich von der WHO benutzt, auch wenn es so aussieht als wäre es eine schlecht gemachte Collage eines Satiremagazins. Als Beleg mal ein Snapshot eines heimlich aufgenommenen Videos bei der Senatsanhörung auf den Philippinen.

Expertin WHO links, daneben die unsägliche Grafik

Also was haben wir da, eine Dampfe für Babys (Satire von Adam Padilla/2017 ), ein Vorschulkind mit Dampfe ( Bild entnommen aus einer Animationsserie für Kinder – Dora the Explorer und passend verändert…, ist das nicht niedlich die Dampfe hat sogar Augen, so süüüüüß….) Scherz beiseite, denn eigentlich bleibt einem beim Betrachten dieses Machwerks jedes Lachen im Halse stecken und es stellt sich die Frage ob Adam Padilla sowie Nickelodeon wissen, das Ihre Werke in dieser Form von der WHO genutzt werden?).  Krank, mehr fällt mir dazu nicht ein.


Folie 3

Huhh abgetrennte Finger und ein “Rohrkrepierer”, so schön schaurig. Gerade das richtige um schläfrige politische Entscheidungsfinder bei einer Präsentation wach zu halten. Also fassen wir zusammen: Dampfen können

  • explodieren, Verbrennungen und Verletzungen verursachen
  • Der Kontakt mit Liquids (durch Trinken, Augenkontakt oder Hautkontakt) kann schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben, darunter Krampfanfälle, anoxische Hirnverletzungen (Unterversorgung durch Sauerstoffmangel), Erbrechen und Laktatazidose (niedriger pH-Wert in Gewebe und Blut durch vermehrten Gehalt von Laktat)
  • Das Trinken oder Injizieren von Liquids kann fatale Folgen haben

Hätte, hätte, Fahrradkette, hier soll nur das Bild wirken. Der Text ist so variabel wie er für die Wirkung unnötig ist.


Folie 4

Informationen zum Mitnehmen, na da. Verbote sind eine Form der Regulierung. Das ist eine der wesentlichen Informationen die vermittelt werden sollen. Es stellt sich, wie so oft, die Frage warum die WHO kein Verbot von Zigaretten propagiert, das könnte man ja ggf. noch nachvollziehen. Auch wenn es langweilig wird: 10 Jahre, 80 Millionen Tabak-Tote0 tote Dampfer. WTF! (Sorry aber irgendwann fallen einem nur noch Kraftausdrücke ein)


Folie 5

Was sich erst einmal liest, wie eine Auflistung der Gründe die für das Dampfen sprechen, ist für die WHO eine Auflistung von Problemen in der Argumentation. Argumente die ihrer Politik im Wege stehen, Dinge die sich nicht einfach entkräften lassen. Soll heißen das sie die Teilnehmer darauf vorbereitet mit folgenden Argumenten über kurz oder lang Bekanntschaft zu machen:

  • ENDS sind für Erwachsene und nicht für junge Menschen bestimmt
  • Argumente, dass die Verwendung von ENDS nicht zum Rauchen bei jungen Menschen führt
  • Falsche Darstellung von Wissenschaft oder Cherry-Picking [durch die WHO]
  • „Weniger schädlich“, „Rauch-frei“,„ Harm Reduction “
  • Umstellung auf ENDS – verbunden mit erheblichen Vorteilen für die öffentliche Gesundheit.
  • Argumente, dass sie ein wirksames Mittel zur Raucherentwöhnung sind Auswirkungen auf die Gesundheit
  • Warum sollte ENNDS reguliert werden, wenn sie kein Nikotin enthalten?
  • ENNDS sollte überhaupt nicht besteuert werden, da sie Rauchern bei der Raucherentwöhnung helfen

Was die WHO als ein Problem betrachtet bildet die Realität weit besser ab, als alles was sie zum Thema zu sagen hat.


Bis die Tage


WHO – Fachleute unter sich…


TIP:

[EU] Studie: Nutzung der E-Zigarette ist stark mit Rauchstopp verbunden

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