EU-Parlament – Ausschuss für Gesundheitsfragen vom 18.02.2020

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Beitragsbild: CC-BY-4.0: © European Union 2020 – Source: EP

EU-Parlament – Ausschuss für Gesundheitsfragen vom 18.02.2020 /

Zwischen der Aussprache zu Bleischrot und der Qualität von Wasser zum menschlichen Gebrauch fand heute gegen 16 Uhr im Ausschuss für Gesundheitsfragen   (ENVI) im  EU-Parlament eine Aussprache zum Thema E-Zigaretten und Tabakerhitzer statt. Peter Liese (MEP) twitterte dazu gestern:


Dazu passend auf Facebook:

Ersteindruck,nun ja. Wenn man liest: Zitat: “… war ich bisher der Meinung, dass die E-Zigarette eine gute Alternative ist, da sie wesentlich weniger gesundheitsschädlich ist. Aus den USA erreichen uns jedoch besorgniserregende Meldungen über Schäden durch E-Zigaretten.” frage ich mich allerdings, ob wir hier in Europa hinter dem Mond leben, abgeschnitten von jeglicher Art Kommunikation oder ggf. Brieftauben über den großen Teich flattern um uns mit “Neuigkeiten” zu versorgen. Die “besorgniserregenden Meldungen” erreichten uns bereits Ende August des letzten Jahres und seit September kristallisierte sich heraus was im Oktober von der CDC bestätigt wurde. Nicht die E-Zigarette verursachte Schäden, sondern gepanschte Liquids aus irgendwelchen Hinterhof-Drogen-Klitschen, wenn die MdEP´s so “up to Date” sind mache ich mir doch einiges an Sorgen… aber ich dachte abwarten und reinhören. Mal unvoreingenommen  zusehen. Im Gegensatz zu den anderen Aussagen die getroffen wurden , waren seine zumindest am dichtesten an der Realität.


Hier der ganze Stream zum selber schauen^^ .


Zusammenfassung aus dem Tal der Ahnungslosen^^:

Einleitung / aktueller Sachstand aus Sicht der Kommission in Stichpunkten

 

  • Hauptgrund für die Regulierung war der Schutz der Jugend
  • erhebliche Gesundheitsbedenken bestanden und bestehen
  • Langzeitwirkungen von E-Zigaretten im negativen Sinne vermutet
  • Epidemie unter Jugendlichen in den USA
  • ernste Fälle von Schädigung durch E-Zigaretten
  • auch Fälle in Europa (der eine Belgier der aus den USA importiert hatte)
  • auf die Schulter klopfen das Vitamin E Zusatz in Europa verboten ist (wobei dies nicht aus Gründen der möglichen Lipidpneumonie geschah, sondern wegen der ggf. mit Vitaminen im Allgemeinen assoziierten gesundheitsfördernden Wirkung!)
  • besonders besorgniserregend die Verwendung unter Jugendlichen besonders in Hinsicht auf die  Vielfalt unter Aromen
  • irreführende Wahrnehmung weil Darstellung als weniger gesundheitsschädlich

Reaktionen von den Sitzungsteilnehmern in Stichpunkten:

  • Zustimmung zur Epidemie unter Jugendlichen / Aromen sollten näher betrachtet werden
  • Frage nach Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse
  • neuerliche Risikoabschätzung nötig wegen der Teen-Epidemie und Aromen
  • Liese: fragt nach was in den USA tatsächlich passiert ist!
  • Kann das in Deutschland auch passieren?
  • Auch folgende Möglichkeit nicht außer Acht lassen: vermeidbares Risiko Krebs ggf. durch E-Zigarette möglich, wichtiges Thema bleibt Jugendschutz.

EU-Parlament – Ausschuss für Gesundheitsfragen vom 18.02.2020

Chairman

  • WHO Mantra  / Regelung für CBD verlangt

weitere Reaktionen in Stichpunkten:

  • Feststellung Toxizität erst 10 Jahre nach  Nutzung feststellbar (WTF??), die Tabakindustrie daran hindern immer jüngeres Publikum anzusprechen, Aromen, Aromen, Aromen…
  • Liquids nicht alle TPD konform Vergiftungen mgl. z. Bsp. durch CBD
  • illegale Produkte im Schengen Raum erhältlich
  • Unterscheidung zwischen Tabakerhitzern und E-Zigaretten wichtig / Tabakerhitzer gleiche Steuer wie Tabak /E-Zigaretten anders besteuern. Kennzeichnung für  Inhaltsstoffe gefordert, angeblich weiß man nicht viel über das Thema zu schnelle Zulassung der Produkte, Studien gefordert zu den Toten in der  USA.
  • TPD in jetziger Form sinnlos, weil immer mehr junge Leute dampfen! Nachweis verlangt das weniger Leute rauchen, weil sie dampfen. Aromen verbieten!
  • Diacethyl ist verboten in Frankreich warum nicht in allen Ländern! Forderung nach Maßnahmen zu Aromen und CBD vor der Revision der TPD. Selbstmischen ggf. verbieten (durch die Blume)
  • Mehr Studien gefordert, da die existenten sich widersprechen. (das passiert nur wenn man Glantz mit Wissenschaftlern vergleicht^^)
  • Es gibt keine klaren soliden wissenschaftlichen Unterlagen. Vorbeugeprinzip bei E-Zigaretten verlangt. Aufweichen kann man ja später.

Antworten der Kommission:

  • Man muss die Fragen anders stellen. Ist die Nutzung experimentell oder ist es tatsächliche Nutzung (bei Jugendlichen).  Ist es besser die E-Zigarette zum Ausstieg zu nutzen? Es gibt unterschiedliche Meinungen und keine klaren Belege.
  • Fälle in den USA: Die klinische Evidenz ist schwierig einzustufen. Schlussfolgerung lautet: EVALI hat mehrere Gründe, die Verbindung aus Vitaminen und Cannabis (THC und CBD) bei gleichzeitigem Einsatz / Dosisabhängigkeit / Nachfüllbehälter zu groß in den USA /

An der Stelle war ich raus!!


Trotzdem wider Erwarten Herr Liese der einzige war, der zumindest die richtigen Fragen stellte, offenbarten Kommission sowie die MdEP´s ein erschreckendes Unwissen zur Thematik. Nicht nur das es zu den EVALI Fällen in den USA mehr als genug Belege zu Ursache und Wirkung gibt, ist Diacethyl nun auch nur in Frankreich verboten. Na da. Genau sowenig haben die Größe der Nachfüllflaschen in den Staaten noch CBD auch nur in entferntester Weise etwas mit den Lungenschädigungen zu tun. Noch besser die Forderungen nach entsprechenden Verboten (Aromen, CBD) aufgrund des Vorbeugeprinzips, man könne ja dann, wenn man wisse, dass es unschädlich sei die Verbote wieder lockern. Bei der EU haben wir also die gleiche Faktenlage wie bei der WHO:

  • Teenepidemie
  • Tote durch E-Zigaretten
  • giftige Aromen
  • TPD Regelungen zu lasch
  • Es gibt nicht genügend Studien zum Thema
  • Die E-Zigarette ist zu kurz am Markt

Aktuell vorhandene Studien zum Thema finden absolut keine Beachtung. Beweise zu EVALI werden ignoriert. Stattdessen wird die Einstellung der WHO wie ein Mantra wiederholt. Da graut mir vor der Revision der TPD oder den nach Vorbeugeprinzip ggf. im Vorfeld bereits angestrebten Regulierungen. Die Aussage es herrsche Fachkräftemangel, bekommt hier mal tatsächlich Bedeutung, und das in einem angsteinflößendem Umfang.

Bis die Tage

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