ECToH beendet – Marschroute steht

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ECToH beendet – Marschroute steht


Die ECToH Konferenzen werden alle drei Jahre unter der Schirmherrschaft
der Association of European Cancer League (ECL) organisiert. Diese
Konferenzen werden international als das wichtigste europäische Forum
für Vertreter der Tabakbekämpfung anerkannt. Die 8. Ausgabe dieser Konferenz fand vom 19.02. bis 22.02.2020 in Berlin statt. Kongresspräsidentin  war Frau Dr. Martina Pötschke-Langer.


Die ECToH ist gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Schaulaufen der Zealots. Auffällig war das es zu großen Teilen um die E-Zigarette ging. Ein „Einschwören“ der Gemeinschaft auf das was in den nächsten 2 Jahren erreicht werden soll. Ausnahmen gab es wenige und die, die es gab werden wohl demnächst nicht mehr auf Konferenzen der ANTZ auftauchen. Trotz und vor allem genau deswegen sollten sie aber zumindest erwähnt werden. MSc, Dipl.-Psych., PhD Dr. Leonie Brose / Kings College London 👍👍 warnte in Ihrem Vortrag davor blind Studien zu vertrauen und verwies auf das aktuelle Retract der Glantz Studie, nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, dass es noch mehr „Glantz“-stücke auf dem Markt gibt.

Sicher die Ursache für einige graue Haare bei der Präsidentin der Konferenz, die gern und oft auf Studien des Raketenwissenschaftlers verweist. Also auf einer ausgewiesenen ANTZ Konferenz dem Godfather der „Bewegung“ ans Bein zu ….. Chapeau!


Das war es dann aber auch schon mit den Lichtblicken. Wie gesagt tauchte das Thema E-Zigarette überproportional oft auf. Man muss nicht in die Glaskugel schauen um zu sehen welche Absicht dahinter steckt. Die Änderung der TPD steht an und es galt die Zealots und ggf. Abweichler auf Spur zu bringen. Alles in allem traurig. Besonders, wenn man bedenkt was das vorrangige Ziel der Tabakbekämpfung sein sollte. Senkung des Tabakkonsums weltweit, Eindämmung der Tabak-basierten Erkrankungen, insbesondere Krebs.

Nur ging es darum gar nicht. Vielleicht im weitesten Sinne. Es ging um Selbstdarstellung, zu Teilen auch Selbstkasteiung, wenn es förderlich war. Siehe Dr. Martina Pötschke-Langers Entsetzen über den letzten Platz Deutschlands auf der Tabakkontrollskala.

„Der letzte Platz ist ein Armutszeugnis für uns. Er ist das Resultat jahrelanger politischer Untätigkeit. Damit muss jetzt endlich Schluss sein – denn schließlich geht es um Menschenleben!“

Derartige „Entrüstung“ kommt gut, besonders um den Politikern ein schlechtes Gewissen einzuimpfen. Nur ist dieses Entsetzen völlig substanzlos und vor allem zweitrangig. Es geht bei o.g. Skala lediglich um  „Wer hat den größten?“ bei der Frage der Repressalien gegenüber Rauchern und Tabakkonzernen. Die Skala sagt nichts, aber auch wirklich gar nichts darüber aus, welche Erfolge diese Methoden haben. Deutschland mag zwar bei diesem „Ranking“ den letzten Platz belegen, bewegt sich aber bei den Raucherzahlen  im guten Mittelfeld. Ein Beleg dafür das es keinen kausalen Zusammenhang zwischen beidem gibt. (Siehe Frankreich – 1. Platz auf der Skala aber dritthöchste Raucherquote, na merkt Ihr was?)

Ein Blick auf den offiziellen Twitter Account der ECToH zeigt recht gut wohin die Reise gehen wird.

 

Na Hauptsache sie kommen nicht zur gleichen Erkenntnis wie Glantz. Dann könnten sie sich auch gleich von Big T finanzieren lassen ^^

 

 

 

 

 


(Unsinn, hier wird versucht Aromen als Hauptschuldige der ebenfalls frei erfundenen Teen-Vaping Epidemie zu benennen. Fünfzig Prozent von nahezu gar nichts hört sich halt immer noch viel an… uralter Marketing Trick! Die zweite Aussage auf dem Foto ist komplett frei erfunden!) Siehe hier.

 

 


(Perfide Gleichmacherei ohne Substanz, natürlich ist es ein erheblicher Unterschied ob man Passiv raucht oder dampft. Aber es muss ja beides gleich schädlich sein. Da darf man schon mal fantasieren. / Siehe hier .)

 

Nicht nur das die meisten der „Fakten“ auf den oben gezeigten „Schautafeln“ mühelos anhand aktueller Forschungsergebnisse widerlegt oder doch zumindest in Zweifel gezogen werden können, versucht man hier bewusst ein Bild gleicher Gefährlichkeit zu konstruieren und in die Köpfe zu pflanzen. Das ist schlicht unredlich. Man mag sich zwar darüber streiten können um wie viel genau die Dampfe nun weniger schädlich sei als eine herkömmliche Zigarette, aber es sollte doch Konsens sein das sie es ist und damit eine noch nie dagewesenen Chance bietet, dem Rauchen Paroli zu bieten. Aber Pustekuchen!

Und ja diese Diskussionen werden zum Teil sehr emotional geführt, von beiden Seiten. Aber die Anstrengungen sogenannter „Kämpfer gegen den Tabak“ richten sich in den letzten Jahren nahezu ausschließlich gegen die E-Zigarette, fast scheint es als sei die „normale“ Zigarette gar nicht mehr Bestandteil der Tabakprävention. Verständlich das der Ex-Raucher der dank der Dampfe ohne Hilfe von Champix und Nicorette von der Kippe losgekommen ist und nahezu täglich merkt, dass es ihm gesundheitlich besser geht, sich vollkommen übergangen fühlt. Ist eigentlich die Zeit vorbei, in der Politik für den Bürger arbeitet und nicht gegen ihn? Scherz! Natürlich sind die großen Angelegenheiten (💰💰💰) wichtiger als der kleine Mann der aufhören will zu rauchen aber es mit der Dampfe partout nicht soll….

Vielleicht wären Organisationen wie das ABNR (und damit auch o.g. Veranstaltung genau wie die WHO) erheblich glaubwürdiger, wenn eben nicht Big Pharma fleißig die Geldbörse zückt um huldvoll den Zirkus mit vielen Euronen am Laufen zu halten. Natürlich nur in der Hoffnung weiterhin Unmengen mit Ihren eher wenig wirksamen Anti-Rauch Mittelchen zu verdienen.

Wen wundert es, das Glaubwürdigkeit und Moral zu Floskeln werden, wenn Bündnisse, deren Anhängsel, Organisationen oder internationale Einrichtungen zu Interessenvertretern der Pharmaindustrie verkommen. (Interessanter wenn auch sicherlich mittlerweile bekannter Artikel zum Thema im Spiegel .) Oder wenn Informationen gestreut werden die jeder Grundlage entbehren?

Wichtig auch die abschließende Erklärung der ECToH, eine komplette Übernahme der WHO Ansichten, na da…

Anyway, die Richtung ist damit abgesteckt und es ist an den Dampfern selbst sich weiterhin Gehör zu verschaffen, nicht mit blindem Aktionismus, sondern durch Information.


Fun Fact am Rande (na ja eigentlich nicht wirklich lustig). Nicht nur wir Dampfer stehen der Regulierungswut relativ machtlos gegenüber. Nun hat es auch die Freunde des Tatoos erwischt. Erschreckend wie gleichgelagert hier agiert wird. Zitat:

„Es gibt bisher keine Hinweise, dass Tätowierungen Krebs verursachen“, sagt Medizinphysiker Wolfgang Bäumler von der dermatologischen Klinik an der Universität Regensburg. Die Chemikalienagentur hat vergangene Woche darüber beraten, neben rund 4000 weiteren Stoffen die Farbpigmente Blue 15 und Green 7 für Tätowierfarben zu verbieten. Weil diese Pigmente nicht nur in Blau- und Grüntönen enthalten sind, würde die Palette der europäischen Tätowierer dann auf Schwarz, Rot und Gelb zusammenschrumpfen. „Das betrifft mehr als sechzig Prozent unserer Farben“, sagt Elsenbruch.


Bis die Tage

 

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