Update zu EVALI

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Update zu EVALI

Heute am 06.02.2020 veröffentlichte die CDC ein Update zu ihren EVALI Ermittlungen. Darin wird nochmals bestätigt das Vitamin E-Acetat der Auslöser war. Durch eine neuerliche und konkretere telefonische Befragung ehemaliger Patienten konnte nun ein Zeitrahmen festgestellt werden an dem die illegalen Produzenten besagter THC-Liquids dazu übergegangen sind ihre Produkte mit VEA (Vitamin E-Acetat) zu strecken. Ebenso wird hier erstmals dargelegt das einige der Betroffenen nicht angegeben haben woher sie ihre Dampfutensilien bezogen haben. Das dürfte die Fehlquote von ca. 20 % erklären deren Erkrankung offiziell nicht mit VEA in Verbindung gebracht worden ist und gerade in Deutschland dazu geführt hat das man gern und oft von einer nebulösen Wahrscheinlichkeit einer anderen Ursache fabuliert hat.

Damit sollte die Diskussion nun endlich vom Tisch sein, es folgen einiger der wichtigsten Passagen der Mitteilung in deutscher Übersetzung.

Was ist zu diesem Thema bereits bekannt?

E-Zigaretten- oder Vaping-Produkt-assoziierte Lungenverletzung (EVALI) wurde mit der Verwendung von Tetrahydrocannabinol (THC) -haltigen Produkten und Vitamin E-Acetat in Verbindung gebracht.

Was wird durch diesen Bericht hinzugefügt?

Drei kleine Patientencluster in Wisconsin berichteten über die häufige gemeinsame Verwendung von THC-Kartuschen aus illegalen Quellen vor Auftreten der Symptome. Vitamin E-Acetat wurde in allen fünf von zwei Patienten verwendeten THC-Kartuschen und in bronchoalveolarer Spülflüssigkeit von zwei anderen Patienten nachgewiesen.

Was sind die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitspraxis?

Diese Ergebnisse stützen den Zusammenhang zwischen Vitamin E-Acetat und THC-haltigen Produkten aus illegalen Quellen in den EVALI-Fällen. Das CDC empfiehlt Personen, keine THC-haltigen E-Zigaretten- oder Vaping-Produkte zu verwenden, insbesondere aus illegalen Quellen.


Die aktuellen Ergebnisse verstärken diese Beziehung, indem sie mehrere EVALI-Patienten mit denselben illegalen THC-Patronen verbinden. Obwohl die spezifischen Quellen für die genutzten THC-Kartuschen nicht von allen Patienten genannt wurden, deuten die Strafverfolgungsmaßnahmen in Wisconsin während dieser Zeit darauf hin, dass gefälschte THC-Kartuschen unter denselben Markennamen wie die von EVALI-Patienten gemeinsam genutzten verpackt und verkauft wurden und eine potenzielle Quelle darstellen könnten. VEA wurde in THC-Kartuschen oder BAL-Flüssigkeiten von mindestens einem Patienten in jedem Cluster nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass das Vorhandensein von VEA in illegalen THC-Kartuschen  auch in diesen Clustern eine Rolle spielte. Dies steht im Einklang mit dem Nachweis von VEA in BAL-Flüssigkeiten von 48 EVALI-Patienten in 16 Bundesstaaten und THC-Kartuschen von Patienten im ganzen Land  und Strafverfolgungsbehörden in Minnesota.


Die Dauer der Verwendung von THC-Kartuschen vor dem Auftreten der Symptome bei diesen Patienten ist eine wichtige neue Erkenntnis dieses Berichts. Die Patienten begannen mit der Verwendung von THC-Kartuschen im Median 9 Monate vor Beginn der Krankheit, dies lag jedoch zwischen <1 Monat bei Patienten in Cluster A und 12 Monaten bei einigen Patienten in Cluster B und C. Keiner der Patienten berichtete über eine Änderung des Markennamens oder der Quelle In diesem Zeitraum traten jedoch alle berichteten Symptome innerhalb eines ähnlichen Zeitfensters auf. Dies deutet darauf hin, dass sich die Bestandteile illegaler THC-haltiger E-Zigaretten- oder Vaping-Produkte, einschließlich der Zugabe von VEA, kurz vor Juni 2019 geändert haben könnten, als diese Patienten Symptome zeigten. Dieser Zeitplan steht im Einklang mit dem Anstieg der landesweit im Juni 2019 beobachteten Besuche in der Notaufnahme im Zusammenhang mit EVALI  und mit Sicherstellungen von Strafverfolgungsbehörden in Minnesota, bei denen VEA in allen bei einer Razzia im September 2019 beschlagnahmten THC-Patronen festgestellt wurde, jedoch nicht in beschlagnahmten Produkten im Jahr 2018 .


Diese Ergebnisse bestätigen die aktuellen Empfehlungen, keine THC-haltigen E-Zigaretten oder Vaping-Produkte zu verwenden, insbesondere solche, die aus illegalen Quellen stammen . Darüber hinaus sollte Vitamin E-Acetat nicht zu E-Zigaretten- oder Vaping-Produkten hinzugefügt werden. Erwachsene, die E-Zigaretten oder Vaping-Produkte als Alternative zu Zigaretten verwenden, sollten nicht wieder rauchen.


Bis die Tage

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