Nächste Studie – nächste Ohrfeige für die ANTZ

Nächste Studie – nächste Ohrfeige für die ANTZ

8. März 2020 0 Von Matthias Jung
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Nächste Studie – nächste Ohrfeige für die ANTZ.  Ein Blick nach Down Under.

In Australien ist der Besitz genau wie der Verkauf nikotinhaltiger Lösungen zum Dampfen verboten. Vorgeschobener Grund, natürlich wieder einmal der Schutz der Jugend, die Gateway Theorie, also der übliche Nonsens. Den Australiern zumindest kann man bescheinigen das sie, indem sie die feuchten Träume der ANTZ in der Realität umsetzen (Verbote, exorbitante Tabaksteuern etc.) das Rauchen mit harten Bandagen bekämpfen. Bei Tabak sind sie trotz der umfangreichen Repressalien grandios gescheitert. Ein Beleg dafür das die Strategien der ANTZ, der WHO und ähnlich gelagerter “Vereinigungen” zumindest in Bezug auf Tabakbekämpfung so nicht funktionieren.

Zigaretten haben bei den Australiern mittlerweile ein Preisniveau erreicht, das als weltweit einmalig bezeichnet werden kann. Ca. 31,30 AUD (also knapp 18,50 €) muss dort ein Raucher für eine Schachtel Kippen auf den Tresen legen. Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist nahezu überall verboten, wird man erwischt kann das 500,00 AUD kosten. Im Falle eines “weggeschnippsten” Zigarettenstummels schon mal das 4-fache. Diese außerordentlich restriktive Politik gegenüber Rauchern begann 2012, hat es etwas gebracht?


(Man beachte in diesem Zusammenhang das in Ländern, in denen das Dampfen nicht derartig restriktiv gehandhabt wird, die Raucherzahlen kontinuierlich sinken, Einsteiger beim Dampfen mit Aussteigern beim Rauchen korrelieren. Da in Australien das Dampfen als solches schwerer zu realisieren ist als das Rauchen, gibt es folglich auch keine nennenswert sinken Raucherzahlen.)


Anders als durch die enormen Preissteigerungen zu erwarten verringerten sich die Raucherzahlen zwischen den einzelnen Jahren nur im “Nachkommabereich”. Ein Witz und Beleg dafür das höhere Steuern und Verbote so gut wie gar nichts bringen außer das sich ein Schattenmarkt entwickelt, wie es auch in Down Under geschehen ist. Schätzungen zufolge gehen dem australischen Fiskus jährlich 2 Milliarden durch Schmuggel und Produktpiraterie (bei Tabakprodukten) verloren (siehe: KPMG “Illicit Tobacco in Australia” 2017 Full Year Report, 20 April 2018)  

Eindeutig eine Ohrfeige für die Strategie der ANTZ & Co.

 

Anstatt jetzt allerdings den arg gebeutelten Rauchern den Zugang zu alternativen Produkten zu erleichtern oder gar zu empfehlen um die eigene Raucherquote wirksam und vor allem endlich sichtbar zu senken, macht die Regierung genau das Gegenteil. Sie reguliert E-Zigaretten genau so, bzw. noch härter als normale Zigaretten. Warum härter? Kippen kann man kaufen. Dampfen mit Nikotin hingegen ist verboten. Da man derartiges nur schwer mit gesundheitlichen Konsequenzen begründen kann, musste wieder einmal die sagenhafte Gateway Theorie hinhalten. Dem widersprechen jetzt zwei australische Institutionen. Kürzlich veröffentlichte die School of Public Health and Community Medicine von der  University of New South Wales und das Australian Centre for Youth Substance Abuse Research von der University of Queensland eine Studie mit dem Titel :

Rechtfertigt die Gateway-Theorie ein Verbot des “Nikotindampfens” in Australien?

Um es vorwegzunehmen, natürlich nicht. Im Kern kommt man zu folgenden Ergebnissen:

“Der Zusammenhang zwischen dem Dampfen nikotinhaltiger Lösungen und  dem Rauchen von Zigaretten stützt eine Gateway-Hypothese nur schwach. Rauchen geht häufiger dem Dampfen voraus als umgekehrt. Regelmäßiges Dampfen durch Nichtraucher ist selten. Wenn es einen Gateway-Effekt gibt, ist er auf Bevölkerungsebene sehr gering, da die Raucherprävalenz trotz einer erhöhten Akzeptanz des Dampfens in Ländern, die dies zulassen, weiter zurückgegangen ist. Selbst wenn die Beweise für eine Gateway-Hypothese stärker wären, würde dies ein Verbot des Verkaufs von Nikotin-Dampf-Produkten an Erwachsene nicht rechtfertigen. ”

“Das australische Verbot des Nikotindampfens soll junge Menschen vor dem Rauchen schützen. Wie wir bereits dargelegt haben, gibt es jedoch keinen guten Beweis dafür, dass das Verdampfen von Nikotin dazu führt, dass eine beträchtliche Anzahl junger Menschen regelmäßig raucht. Das Verbot hat schädliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, indem  erwachsenen Rauchern der legale Zugang zu diesen weniger schädlichen Produkten zur Raucherentwöhnung oder als langfristiger Ersatz für das Rauchen verweigert wird.”

“Eine angemessene Regulierungspolitik sollte die erhebliche Risikodifferenz zwischen Dampfen und Rauchen widerspiegeln und gleichzeitig die Bedürfnisse erwachsener Raucher und junger Menschen in Einklang bringen.”

In Anbetracht der Tatsache das dieses jetzige “australische Modell” genau das ist was WHO und ANTZ weltweit durchdrücken wollen, lohnt sich ein Blick der Verantwortlichen nach Down Under. Dieses Modell hat nicht funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht tun! Die Raucherzahlen werden nicht sinken, es wird lediglich ein illegaler Schattenmarkt erschaffen der vollkommen unnötige Kosten plus Verluste bei Steuereinnahmen generiert. Und das ohne dem gewünschten Ergebnis auch nur einen Schritt näherzukommen.

In diesem Sinne liebe “Verantwortliche”: Hin und wieder…

Bis die Tage


Dumm und Dümmer

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