Wenn sogar Pinocchio blass wird…

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Wenn sogar Pinocchio blass wird…

Heute wie versprochen die Pralinen aus einer der vorgestern veröffentlichten 3 neuen Publikationen  der WHO rund um das Thema alternative Tabakprodukte/E-Zigarette.


Electronic nicotine and non-nicotine delivery systems: a brief (2020)

“Die wichtigsten Substanzen im Aerosol, die gesundheitliche Bedenken hervorrufen, sind Metalle wie Chrom, Nickel und Blei sowie Carbonyle wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein und Glyoxal.”

“Carbonylverbindungen sind potenziell gefährlich für Benutzer. Formaldehyd ist ein Karzinogen, Acetaldehyd ist möglicherweise für den Menschen krebserregend, Acrolein ist ein starker Reizstoff der Atemwege und Glyoxal zeigt Mutagenität. Die meisten Carbonyle stammen aus der thermischen Zersetzung von Feuchthaltemitteln, Propylenglykol und Glycerin. Die Anzahl und der Gehalt an Carbonylen, die im Aerosol nachgewiesen werden, sind geringer als in Rauch aus brennbarem Tabak, aber selbst diese Werte werfen gesundheitliche Bedenken auf. Andere Substanzen im Aerosol, die möglicherweise gesundheitsschädlich sind, sind Partikel und einige Aromen.”

Wie ich bereits gestern sagte, nichts wirklich Neues. Die Behauptungen als auch die Tatsachen geistern seit Jahren durch die Publikationen der Dampfgegner. Wobei bewusst darauf verzichtet wird die tatsächlich vorkommenden Mengen der Stoffe ins Verhältnis zum Tabakrauch zu setzen. Dann fällt relativ schnell auf das die Dampfe erheblich weniger schädlich ist. Die WHO geht von der Prämisse, aus die Dampfe sei angeblich unschädlich und frei von allen Risiken. Nur hat das noch nie ein Befürworter der E-Zigarette behauptet. 

Trotzdem meine ich tatsächlich zum ersten Mal gelesen zu haben, das die WHO zugibt, das E-Zigaretten weniger schädlich als Zigaretten seien. Der kurze Geistesblitz wird aber in den folgenden 2 Sätzen sofort wieder zerstört. Trotz alledem scheint es zumindest so das sich die WHO nicht länger den wissenschaftlichen Erkenntnissen verweiger kann (nicht will). Letztlich wird das aber an der Strategie nichts ändern, auf der Agenda steht das Verbot. Eben weil es noch nie, gegenwärtig und in Zukunft um die Harm Reduction ging, geht und gehen wird! Hier stehen eindeutig die Interessen der Sponsoren der WHO im Vordergrund! Deswegen auch eine arg verklausulierte Formulierung.

Es gibt schlüssige Beweise dafür, dass: ein vollständiger Ersatz von brennbaren Tabakzigaretten durch ENDS & NNDS die Exposition der Benutzer gegenüber zahlreichen Giftstoffen und Karzinogenen in brennbaren Tabakzigaretten verringert.

ENDS & NNDS-Geräte können explodieren und Verbrennungen und Projektilverletzungen [projectile injuries] verursachen, wenn es Batterien von schlechter Qualität sind die nicht ordnungsgemäß gelagert oder vom Benutzer modifiziert wurden.

Eine absichtliche oder versehentliche Exposition gegenüber E-Liquids (durch Trinken, Augenkontakt oder Hautkontakt) kann zu gesundheitsschädlichen Auswirkungen führen, die manchmal tödlich sein können.

Die Verwendung von ENDS führt zu Symptomen einer Nikotinabhängigkeit – das Risiko und der Schweregrad der Nikotinabhängigkeit werden von den ENDS-Produkteigenschaften (Nikotinkonzentration, Aroma, Gerätetyp und Marke) beeinflusst, aber das Risiko und der Schweregrad der Abhängigkeit scheinen für ENDS geringer zu sein als für brennbare Tabak Zigaretten.

Die Verwendung von EN & NNDS erhöht Husten und Keuchen bei Jugendlichen und ist mit einer Zunahme von Asthma-Exazerbationen verbunden.

Die positiven und negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Verwendung von ENDS & NNDS gelten für den Einsatz dieser Produkte, wenn kein gleichzeitiger Konsum von Tabakerzeugnissen erfolgt. Ein erheblicher Anteil der EN- und NNDS-Konsumenten, die als Doppel- oder Polykonsumenten bezeichnet werden, raucht jedoch auch Tabakerzeugnisse .

Es gibt keine verfügbaren Studien die die gesundheitlichen Auswirkungen einer passiven ENDS & NNDS-Exposition bewertet, sodass die Gesundheitsrisiken einer Exposition gegenüber ausgeatmetem Aerosol unbekannt bleiben. Es wird jedoch erwartet, dass umstehende Personen einige Gesundheitsrisiken aufweisen, wenn auch in geringerem Maße als durch die Exposition gegenüber Tabakrauch aus zweiter Hand.

Die letzte Aussage ist schlicht gelogen. Es existieren mehrere Studien , die sich mit dem Thema Passivdampfen beschäftigen. Nur passen die eben nicht zu einer strengen Regulation oder einem Verbot.

Es gibt mäßige Hinweise darauf, dass junge Nichtraucher, die mit ENDS& NNDS experimentieren, mindestens doppelt so häufig später mit dem Rauchen experimentieren. Die bisher verfügbaren Daten belegen jedoch nicht, dass dieser offensichtliche Zusammenhang kausal ist. Während einige Autoren der Ansicht sind, dass ENDS-Konsum und Rauchen aufgrund einer gemeinsamen latenten Neigung zu riskantem Verhalten unabhängig voneinander initiiert werden, glauben andere, dass die Ähnlichkeit zwischen ENDS-Konsum und Rauchen den Weg von einem Produkt zum anderen innerhalb eines sozialen Lernens erleichtert.

Aus dem noch im letzten Jahr propagierten unwiderlegbaren Beweisen das Dampfen den Weg zum Rauchen ebnet (man erinnere sich an die Epidemie an Dampfern und Kindern und Jugendlichen, die es nur bei der WHO gab) sind mittlerweile nur noch mäßige bzw. moderate Hinweise geworden. Aber selbst die lassen sich anhand aktueller Sucht-Surveys nicht belegen. Ein Märchen!

Die WHO fordert:

Minimierung von Gesundheitsrisiken für Nichtbenutzer durch Verbot der Verwendung von ENDS & NNDS in allen Innenräumen oder wenn das Rauchen verboten ist, bis nachgewiesen ist, dass das gebrauchte Aerosol keine Gesundheitsrisiken für umstehende Personen darstellt;

Begrenzung der Mengen und der Anzahl spezifischer Aromen, die in ENDS& NNDS zulässig sind, um die Initiierung durch junge Menschen zu verringern; und Einrichtung von Überwachungssystemen zur Überwachung der Entwicklung der Muster des ENDS & NNDS-Verbrauchs und zur Erkennung von Gesundheits- oder Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit ENDS & NNDS

Angesichts des aktuellen Kenntnisstands über die Marktdynamik ist es für Länder äußerst wichtig, mit der Überwachung von ENDS & NNDS-Produkten auf dem Markt zu beginnen und die Auswirkungen zu bewerten der Regulierung von Preisen und Verbrauch (dies umfasst die Überwachung der Bevölkerungsmuster der ENDS & NNDS-Nutzung nach Nutzungsintensität, Gerätetyp, Inhalt der E-Flüssigkeit und Verwendungsgrund sowie nach demografischen Merkmalen und Raucherstatus); Da sich der Markt schnell entwickelt, können im Laufe der Zeit Anpassungen der Steueransätze erforderlich sein.

Die Annahme der besten Steuerstruktur, die auf der Ebene der nationalen Steuerverwaltung, der Produktregulierung und der Tabakkontrollpolitik festgelegt ist – beispielsweise für Länder mit einer starken Steuerverwaltung und einer starken Produktregulierung kann die Option einer spezifischen Verbrauchsteuer von Vorteil sein, […]

Festlegung von Produktmerkmalen zur Verbesserung der Wirksamkeit einer Steuerstruktur unabhängig vom Kontext; und Erhebung von Steuern auf die gleiche Weise wie für Tabakerzeugnisse im Land .

Verbot oder Einschränkung von Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring für ENDS & NNDS, Regulierung der Vertriebskanäle (einschließlich Online-Verkäufe) und strenge Durchsetzung der Gesetze zum Mindestalter für den Kauf, wobei anerkannt wird, dass die Einschränkung des Zugangs zu Tabakerzeugnissen für Minderjährige und Erwachsene den Übergang zu Zigaretten erschwert,

Herstellung von Geräten und EN & NNDS-Komponenten gemäß den geltenden Sicherheitsbestimmungen für elektrische Geräte, einschließlich Abfall und sicherer Entsorgung von elektrischen und elektronischen Geräten.

Bedeutet grob vereinfacht gesagt:

  • Gleichsetzung von Zigaretten und E-Zigaretten bei bestehenden Rauchverboten
  • Einschränkung oder Verbot von Aromen, bis auf einige wenige Ausnahmen
  • Verbot der Werbung für E-Zigaretten
  • Einführung einer Steuer ähnlich oder gleich der geltenden Tabaksteuer
  • flächendeckende Aufzeichnung der Verbrauchs- und Nutzungsmuster für E-Zigaretten
  • Einrichtung eines Meldesystems zur Aufnahme von Sicherheits- oder Gesundheitsvorfällen

Sollte die WHO ihre Forderungen umsetzen können, droht wenn auch nicht das Aus, zumindest doch der schleichende Tod der Dampfe. Was ja offensichtlich auch langfristig das Ziel der WHO ist.

Tatsache ist das sich die Einstellung der WHO ob ihrer Finanzstruktur auch zukünftig nicht ändern wird. Zumindest in Anbetracht der Tatsache welche Unsummen gerade in letzter Zeit auch sinnfrei versenkt wurden, wäre es für alle Mitgliedsländer ein leichtes den kompletten Finanzbedarf der WHO durch Beiträge zu decken, komplett ohne Sponsoring durch Big Pharma und Konsorten. So einfach ließe sich Unabhängigkeit wieder herstellen. Im Sinne der eigentlichen Hauptaufgabe der Organisation wäre das zumindest wünschenswert. Dazu müssten aber auch die Politiker mal den Kopf aus dem Sand nehmen. Das allerdings wird wohl nicht passieren. Fraglich bleibt, warum die WHO auch in anderen Bereichen mit dem Verlust ihrer Unabhängigkeit nicht auch in gleichem Maße an Vertrauen bei den Regierungen verloren hat?

 

Bis die Tage

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