Drogenbeauftragte im Verbots-Wahn

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KURZKOMMENTAR

Drogenbeauftragte im Verbots-Wahn

Nachdem im Spiegel ein Artikel erschienen war, der das Aromenverbot bei E-Zigaretten in den Niederlanden zum Thema hatte, ließ eine Reaktion der Drogenbeauftragten Daniela Ludwig (MdB/CSU) nicht lang auf sich warten.

 

Die Reaktionen unter dem Tweet allerdings sprechen Bände, dass Ludwig auf keinen der Tweets (die durchaus zum größten Teil erstaunlich höflich und konstruktiv formuliert waren) antwortete, allerdings auch. Man sollte meinen das der Auftritt in sozialen Medien der Kommunikation dient, nicht der Selbstdarstellung. Anyway, man gewöhnt sich daran. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache das dieser Tweet eine gewisse Ahnungslosigkeit impliziert.

 

Aromenverbot, geht das überhaupt?

Natürlich nicht, wie auch. Alle auf dem Markt erhältlichen Aromen sind zugelassen. Nur weil die in Liquids Verwendung finden können sie nicht einfach verboten werden. Trotz alledem wäre es tragisch. Erstens für Hersteller, zweitens für Konsumenten. Ein Aromenverbot würde viele Produzenten (zumeist kleine Unternehmen) ruckzuck in den Ruin treiben. Außerdem würden viele Konsumenten ganz einfach aus Bequemlichkeit und dem Mangel an Optionen wieder zur Kippe greifen. Will man das wirklich?

Theoretisch aber wäre der Zugang zu Aromen nicht eingeschränkt, man muss halt selber mischen. Punkt. Viele würden das auch sicher tun. Genau das birgt aber auch Risiken. Nicht jedes auf dem Markt erhältliche Aroma eignet sich aufgrund seiner Zusammensetzung auch zum Dampfen. Es gibt verschiedene Trägersubstanzen für Aromen unter anderem auch Öle. Das wiederum wäre außerordentlich gefährlich. Es ist schwer zu glauben das solche “Vorstöße” augenscheinlich nie zu Ende gedacht werden. Blinder Aktionismus.

 

Wem würde denn ein Verbot nützen?

Ganz sicher nur einem. BIG-T, sonst niemandem! Weniger Dampfer – mehr Raucher – mehr Umsatz. Alles, was an fadenscheinigen Begründungen für ein Verbot herhalten müsste, ist nicht belegbar.

Gateway, existiert nicht (DEBRA)

Es gibt kaum jugendliche Dampfer und wenn waren es vorher Raucher. (aktuelle Surveys)

Ergänzung 27.06.20

Natürlich auch BIG-Pharma, auch wenn ich das nicht explizit erwähnt habe. Mir ging es darum das mal wieder BIG-T ohne das sie etwas dafür tun müssen das Geld in die Kasse gespült wird. Will sagen das “Gesundheitsapostel” die permanent vorgeben BIG-T in die Schranken weisen wollen, genau denen ständig den Rücken stärken, tatsächlich ungefragt. So was passiert halt bei Doppelmoral.

Außerdem noch mal ein paar Worte zum Aromenverbot, vielleicht war ich da nicht genau genug. Ich denke tatsächlich auf dem Markt erhältliche Lebensmittelaromen können nicht verboten werden, das heißt Selbstmischer wird ein Verbot nicht wirklich tangieren. Die Meinung, die im Moment in den sozialen Medien verbreitet geäußert wird, nämlich das ein Verbot dieser Aromen (also für Lebensmittel) wohl ggf. doch kommen kann, ist falsch. Die Lebensmittelaromen können nicht verboten werden. Lediglich deren Verwendung in Liquids (ggf. über das TabakerzG.)

Alle anderen tangiert es schon und das ist natürlich der weitaus größere Anteil an Dampfern. Eigentlich fast alles was sich nicht in der Blase bewegt. Somit käme ein Aromenverbot einem Supergau gleich.

Auffällig ist…

das bis dato noch niemand mit solcher Vehemenz versucht hat aromatisierte alkoholische Produkte zu verbieten. Die Sachlage wäre den Argumenten der entsprechenden Beauftragten und angeschlossener Behörden doch dieselbe?

Ergo ein Argumentum ad populum, dessen Mehrheit in der Öffentlichkeit künstlich erschaffen und aufgeblasen wurde.

Zum Schluss noch ein paar Meinungen aus dem “Volke”

Bis die Tage

Drogenbeauftragte im Verbots-Wahn

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4 thoughts on “Drogenbeauftragte im Verbots-Wahn

  1. WEIL NIEMAND AN DIE KINDER DENKT !!!1!!

    Nein, ernsthaft. *Wir* sollten mehr an die Kinder denken. Denn für die Politik sind Kinder/Jugendliche meist nur Vorwandsrhetorik. Die Diskussion um Aromen wird ja getrieben von Gutmenschelei, Wissenschaftsresistenz und Bloomberg-FUD. Das hält natürlich keiner öffentlichen Debatte stand, und über mögliche Konsequenzen wird sich ausgeschwiegen.

    Es ist wichtig das wir das ansprechen. Denn ja, so ein Aromaverbot minimiert einen Teil des Jugendkonsums. Aber halt nur einen Teil (z.B. die 20% die wirklich nur wegen Bubblegum/CherryEinhornpups mal dampfen). Auf der anderen Ende der Skala gibts aber auch den regelmäßigen und täglichen Konsum. Der wäre zum einen deutlich relevanter für den Jugendschutz, zum anderen auch gravierender betroffen gäbe es nur noch Tabak-ähnliche Aromen. Denn damit führt man Jugendliche erst recht wieder zum Rauchen.
    Zwischen künstlichen Tabak-Aromen und verbranntem Tabak gibts schon noch einen Geschmacksunterschied, aber zum Wiederangewöhnen reichts alle mal. Die Aromabeschreibung “Tabak” allein hält doch wohl niemanden ab.

    1. Es ist richtig, dass genanntes Thema angesprochen werden muss. Noch viel “richtiger” ist das Kinder als Vorwandsrhetorik genutzt werden, so eben auch in diesem Fall.

      Es ist aber auch richtig das die Kiddys und Jugendlichen die dampfen (“das andere Ende der Skala”), Problem des (in Deutschland eigentlich gut funktionierenden) Jugendschutzes sind. Sie können keineswegs als Argument dafür herhalten, selbstbestimmten Erwachsenen das Recht zu verweigern mit dem Mittel ihrer Wahl das Rauchen aufzugeben.

  2. Auffällig ist u. a. für mich, daß die Ludwig und die DAK anscheinend beste Beziehungen haben. Seit gefühlt ewig wettert und verunglimpft diese Krankenkasse das dampfen. Mit selbstgestrickten ‘Studien’ (die idR auf Telefonumfragen bei den eigenen Versicherten basieren). Eben solche, völlig nichts aussagende Antwortsammlungen werden von der BundesDROGENbeauftragten als Argumentation angeführt. Desweiteren werden Tweets der Ludwig regelmäßig von der DAK geliket, kommentiert oder in eigenen Tweets verarbeitet.
    Ob Fr Ludwig nach der Wahl einen neuen Posten in der privaten Wirtschaft benötigt? Oder bestehen weitere Beziehungen, etwa zu BigPharma? Die Verflechtungen einer Krankenkasse zu Pharmaunternehmen legen nahe, daß auch dort die Ursache dieser sturen Haltung zu suchen ist.

    1. Naturgemäß kann ich zu eventuellen Verflechtungen nichts sagen, ganz einfach, weil ich keine Kenntnis davon habe. Aber schaue ich mir den Politzirkus heutzutage an, würde es mich zumindest nicht wundern. Scheint heut zum guten Ton zu gehören.

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