Sucralose – lang hats gedauert

Sucralose – lang hats gedauert

16. Juli 2020 4 Von Matthias Jung
4.8
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Sucralose – lang hats gedauert …

 

 

Unter der Hand “raunt” man seit wenigen Tagen das die Ergebnisse der vom VdeH und vom BfTG in Auftrag gegebenen Untersuchungen zu ggf. schädlichen Auswirkungen von Sucralose in Liquids keinen Grund zur Entwarnung geben würden. Seit gestern ist es mehr oder weniger offiziell. Vapers Guru veröffentlichte nach dem Leak der Papiere einen etwas konkreteren Einblick in die Untersuchungen als auch in den Umgang mit den Ergebnissen.

Geleakt: Mögliche Gesundheitsgefahr durch Sucralose in Liquids

 

Ich hatte 2019 folgenden Standpunkt vertreten und lag damit offenbar nicht ganz falsch.

Da es sich beim Vorkommen der hochtoxischen Chlororganischen Verbindungen aber bereits jetzt um Tatsachen handelt, würde ich persönlich, ebenso wie der Professor, zum Verzicht raten. Mittelfristig wird auf Grundlage der kommenden Studien, bei Nachweis irgendwelcher Belastungen wahrscheinlich eh ein Verbot im Raum stehen. Und das wäre doch auch in unserem Sinn, denn Harm Reduction steht doch noch immer im Vordergrund, oder? (08.09.2019)

VdEH und BfTG haben jeweils eigene Untersuchungen in Auftrag gegeben, die zwar im Kern dasselbe aussagen müssten (Chemie ist nun mal Chemie und kein Wunschkonzert) aber in ihrer Interpretation ein wenig auseinander liegen. Das mag den jeweiligen Interessen geschuldet sein. Genau die interessieren aber die Konsumenten eher weniger.

Gewinnt man beim VdEH den Eindruck das es eher darum geht sagen zu können “bis zu einem gewissen Grad ist die Verwendung ok, entstehen ja kaum Zerfallsprodukte”  (gemeint sind unter 0,5 % Zusatz) oder mit anderen Worten “nehmen wir einfach weniger dann passt das schon”, sagt das Gutachten das vom BfTG in Auftrag gegeben wurde ganz eindeutig:

Aufgrund der Bildung von hochtoxischen Komponenten während des Verdampfungsprozesses ist von der Verwendung von Sucralose in E-Liquids abzuraten.

Ich kann also ganz getrost bei meiner alten Einschätzung bleiben und zum Verzicht raten. Nicht wegen einer tatsächlich bestehenden Gefahr, sondern wegen der von den Herstellern gepflegten Intransparenz zum Thema. Leider ist es momentan so das man als Konsument eher nicht die Möglichkeit hat einzuschätzen wie viel und ob überhaupt Sucralose im Liquid enthalten ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller aus Eigeninteresse heraus das jetzt klarer kommunizieren. Ansonsten bliebe nur der Verzicht auf alles Süße und wer will das schon?

Auf Aussagen oder Versprechen das prozentual entsprechend wenig Sucralose enthalten sein wird, will und kann ich mich nicht verlassen. Auch nicht auf irgendwelche “Unmöglichkeiten” wie soviel kann da ja gar nicht drin sein sonst würde es nicht mehr schmecken. Solange nicht darauf steht was und wie viel drin ist, na ja ihr wisst schon. So verständlich die Problematik  für Hersteller ist, so verständlich sollte aber auch sein das die Konsumenten in dem Fall wohl eher nicht Va Banque spielen möchten.

Bis die Tage

Sucralose – lang hats gedauert

Sucralose ⁉️

 

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