Sucralose – lang hats gedauert

4.8
(12)

Sucralose – lang hats gedauert …

 

 

Unter der Hand „raunt“ man seit wenigen Tagen das die Ergebnisse der vom VdeH und vom BfTG in Auftrag gegebenen Untersuchungen zu ggf. schädlichen Auswirkungen von Sucralose in Liquids keinen Grund zur Entwarnung geben würden. Seit gestern ist es mehr oder weniger offiziell. Vapers Guru veröffentlichte nach dem Leak der Papiere einen etwas konkreteren Einblick in die Untersuchungen als auch in den Umgang mit den Ergebnissen.

Geleakt: Mögliche Gesundheitsgefahr durch Sucralose in Liquids

 

Ich hatte 2019 folgenden Standpunkt vertreten und lag damit offenbar nicht ganz falsch.

Da es sich beim Vorkommen der hochtoxischen Chlororganischen Verbindungen aber bereits jetzt um Tatsachen handelt, würde ich persönlich, ebenso wie der Professor, zum Verzicht raten. Mittelfristig wird auf Grundlage der kommenden Studien, bei Nachweis irgendwelcher Belastungen wahrscheinlich eh ein Verbot im Raum stehen. Und das wäre doch auch in unserem Sinn, denn Harm Reduction steht doch noch immer im Vordergrund, oder? (08.09.2019)

VdEH und BfTG haben jeweils eigene Untersuchungen in Auftrag gegeben, die zwar im Kern dasselbe aussagen müssten (Chemie ist nun mal Chemie und kein Wunschkonzert) aber in ihrer Interpretation ein wenig auseinander liegen. Das mag den jeweiligen Interessen geschuldet sein. Genau die interessieren aber die Konsumenten eher weniger.

Gewinnt man beim VdEH den Eindruck das es eher darum geht sagen zu können „bis zu einem gewissen Grad ist die Verwendung ok, entstehen ja kaum Zerfallsprodukte“  (gemeint sind unter 0,5 % Zusatz) oder mit anderen Worten „nehmen wir einfach weniger dann passt das schon“, sagt das Gutachten das vom BfTG in Auftrag gegeben wurde ganz eindeutig:

Aufgrund der Bildung von hochtoxischen Komponenten während des Verdampfungsprozesses ist von der Verwendung von Sucralose in E-Liquids abzuraten.

Ich kann also ganz getrost bei meiner alten Einschätzung bleiben und zum Verzicht raten. Nicht wegen einer tatsächlich bestehenden Gefahr, sondern wegen der von den Herstellern gepflegten Intransparenz zum Thema. Leider ist es momentan so das man als Konsument eher nicht die Möglichkeit hat einzuschätzen wie viel und ob überhaupt Sucralose im Liquid enthalten ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller aus Eigeninteresse heraus das jetzt klarer kommunizieren. Ansonsten bliebe nur der Verzicht auf alles Süße und wer will das schon?

Auf Aussagen oder Versprechen das prozentual entsprechend wenig Sucralose enthalten sein wird, will und kann ich mich nicht verlassen. Auch nicht auf irgendwelche „Unmöglichkeiten“ wie soviel kann da ja gar nicht drin sein sonst würde es nicht mehr schmecken. Solange nicht darauf steht was und wie viel drin ist, na ja ihr wisst schon. So verständlich die Problematik  für Hersteller ist, so verständlich sollte aber auch sein das die Konsumenten in dem Fall wohl eher nicht Va Banque spielen möchten.

Bis die Tage

Sucralose – lang hats gedauert

Sucralose ⁉️

 

Wie nützlich oder unterhaltsam war der Beitrag?

Klick

Wenn dir der Beitrag gefallen hat...

Folge mir doch auf Twitter.

Schade das es dir nicht gefallen hat.

Hilf mir es besser zu machen.

Was ist deiner meinung nach nicht ok an diesem Post?

4 thoughts on “Sucralose – lang hats gedauert

  1. Es gibt schon Aromenhersteller, die bereits explizit darauf verzichten und das auf ihrer Website schreiben.
    Z.B. Herrlan:

    frei von Konservierungsmitteln
    frei von Farbstoffen
    frei von Triacetin
    frei von Diacetyl
    frei von Süßstoffen (wie z.B. Sucralose)

    1. Habe ich gesehen, aber als verunsicherter Konsument nützt mir der pauschale Verweis auf den Komplettverzicht auf Süßstoffe nicht wirklich, wenn es keine detaillierte Ausweisung der Zusatzstoffe gibt. Als erstes schießt dem Konsumenten nämlich die Frage durch den Kopf wie kriegen die ihre süßen Aromen süß? Irgendeine Art „Süßmacher“ muss ja drin sein. Besser wäre irgendein Spruch in Richtung „Wie verwenden zum Süßen unserer Liquids Ethylmaltol ….“ oder so. Wobei Ethylmaltol … na ja …

  2. Zitat:“Wobei Ethylmaltol … na ja …“
    Kannst du hierzu bitte mehr sagen? Ich dampfe leider süß, vermeide aber seit den Empfehlungen von Herrn Prof. Meyer konsequent Sucralose und bin auf Ethylmaltolliquids umgestiegen. Gibt es da auch Warnungen oder Empfehlungen?

    1. Hallo,
      mit na ja meinte ich das da eventuell auch ein Aufschrei durch Dampferdeutschland geht, da es einige Studien gibt die Ethylmaltol vorwerfen bei Verwendung in Liquids eine Unmenge freier Radikaler zu produzieren. Allerdings und das muss man ganz deutlich sagen, diese Studien sind nicht unbedingt aussagekräftig. Ich meine damit nur das jetzt wahrscheinlich eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben wird. Im Fall von Sucralose gibt es aber tatsächlich die Chlororganischen Verbindungen, also ggf. eine reale Gefahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.