POD-Systeme und so weiter

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POD-Systeme und so weiter (inspiriert vom letzten Dampfsportdojo / 99.777)

Foto von cottonbro von Pexels

 

Allerorten hört man das Gestöhn. Oh Gott schon wieder ein Pod System. Pod, Pod, Pod… Alle stellen nur noch solche Systeme vor. Bla, Bla und Bla. Selbst der Reviewer entschuldigt sich bereits im Vorfeld dafĂŒr, das er mal wieder das x-te GerĂ€t gleicher Funktionsweise in die Kameralinse hĂ€lt. Grund genug mal darĂŒber zu reden und vor allem mal herauszustellen, warum “China” jetzt und in Zukunft auf dem Gebiet kaum oder nur sehr schwer gegen die Tabak-Multis anstinken kann.

Warum gibt es ĂŒberhaupt so viele Pod-Systeme?

Erst mal vorweg. Es ist gut, dass es sie gibt. Punkt. Daran Ă€ndert sich auch nichts, wenn Dampfer, die augenscheinlich vergessen haben, das sie nicht mit Selbstwicklern und High-End GerĂ€ten umgestiegen sind, bestĂ€ndig ihren Hate ĂŒber die niedlichen kleinen GerĂ€te ausschĂŒtten. Partieller GedĂ€chtnisverlust Ă€ndert nun mal nichts an Tatsachen. Auch das “Wer hat den grĂ¶ĂŸten?” Gehabe, in der Dampferszene wĂ€re das Äquivalent “Wer hat den teuersten?”, sollte einen nicht vergessen lassen, wie man selbst zum Dampfen gekommen ist. Womit eines schon mal geklĂ€rt wĂ€re, nĂ€mlich fĂŒr welche Nutzer Pod-Systeme eigentlich gedacht sind. FĂŒr Umsteiger, AnfĂ€nger und Leute die es simpel mögen.

Nicht ganz unwesentlich ist auch die Tatsache das die Nutzer solcher Systeme zahlenmĂ€ĂŸig denen die wuchtige Leistungsmonster, die ggf. selbst gewickelt werden mĂŒssen definitiv ĂŒberlegen ist. Die Masse dampft einfach und simpel. Die Blase, die eben eher aus Geeks besteht (ich zĂ€hl mich da auch selbst zu, also hört auf mit Steinen zu werfen), ist in Wirklichkeit so winzig, dass sie rein statistisch nicht mal eine ErwĂ€hnung wert wĂ€re. Nun ist es aber so das der Umsteigewillige sich heutzutage naturgemĂ€ĂŸ auf Google und Youtube seine ersten Informationen holt. Das Offlinern hier eine tragende Rolle zukommt ist ebenfalls ein AmmenmĂ€rchen. Es wĂ€re schön, wenn es so wĂ€re! Aber mal ehrlich wer von euch war zuerst in einem Offliner bevor er sich durchs Internet gewĂŒhlt hat? Richtig, nahezu niemand. Was passiert also? Der “Neue” stĂ¶ĂŸt bei seiner Recherche im Netz zwangslĂ€ufig auf Reviews von simplen Pod-Systemen und damit auch auf die in der Blase mehrheitlich vorhandene Ablehnung derselben. Und weil der Mensch eben so ist wie er ist, soll heißen er folgt dem inneren Zwang sich der Mehrheit anzuschließen, kann es durchaus passieren das er genau deswegen, statt zur einfachen Variante zu greifen, das Wolkenmonster wĂ€hlt und nach 2 Wochen wieder raucht, weil er so gar nicht damit klarkommt.

Zumindest ein Grund mal nicht nur an sich zu denken und anstatt sich durch altkluge Kommentare zu profilieren auch an andere zu denken und die Kirche ab und an auch mal im Dorf zu lassen. Außerdem darf man durchaus davon ausgehen das ein Review solcher Systeme sich generell nicht an “erfahrene” Dampfer richtet, sondern an “Neulinge”.

Gut das erklĂ€rt allerdings nicht die hohe Anzahl dieser Einsteigersysteme am Markt. Dass man davon nahezu ĂŒberflutet wird, ist ja kein subjektives GefĂŒhl, sondern eine Tatsache. Wer ist schuld? Ui jetzt kommt es… der Chinese und nicht die Tabak-Multis wie gerne kolportiert wird. Punkt. Im Wunsch sich wenigstens im Ansatz gegen Big-T positionieren zu können, verfolgen die chinesischen Hersteller eine Strategie, die verkehrter nicht sein könnte. Masse statt Klasse. Neu gegen BestĂ€ndigkeit.

GefĂŒhlt alle 2 Wochen bringen einige Firmen neue Pod-Systeme auf den Markt. SMOK sei da als Beispiel genannt. RPM 1 bis gefĂŒhlt 1000, oder so. Anstatt ein System zu etablieren und das dann ĂŒber einen langen Zeitraum im Portfolio zu behalten immer wieder was Neues, das eigentlich doch nur dasselbe ist. Im Idealfall auch noch mit neuen Coils/Pods, die im Regelfall nach 3 Monaten schon wieder vom Markt verschwunden sind. Dieses Vorgehen schafft nur genervte Kunden und einen unĂŒbersichtlichen Markt, keinesfalls aber Kundenbindung.

Mal ganz abgesehen von den Vertriebswegen ĂŒber die Big-T nun mal im Gegensatz zu den kleineren chinesischen Herstellern verfĂŒgt (Tankstellen/SupermĂ€rkte etc.) könnten die kleinen da tatsĂ€chlich mal von den großen lernen. Zum Beispiel MyBlue oder von mir aus auch Vype, ewig unverĂ€ndert am Markt, Pods immer erhĂ€ltlich. AMOLED Displays und Fingerabdrucksensor unnötig. Einfacher ist in diesem Fall tatsĂ€chlich auch besser. Immer im Hinterkopf behalten fĂŒr wen diese Systeme eigentlich gedacht sind…

Nicht ganz unwesentlich ist auch die inflationÀre Verwendung des eigentlichen Begriffes durch die Hersteller selbst. Ein System mit wechselbarem Akku, wechselbaren Coils und einstellbarer Leistung ist in welchem Universum ein Pod-System?????

 

Bis die Tage

 

 

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12 thoughts on “POD-Systeme und so weiter

  1. Stimme ich quasi zu 100% zu …

    Pod sind fĂŒr UMSTEIGER echt toll.

    Nur ist das was heute als Pod teils verkauft wird (teils 2 Akkus, 100+ watt, etc) eigentlich kein Pod mehr.
    Das sind Kits nur ohne 510er damit ja keiner auf die Idee kommt einen anderen Tank drauf zu packen

    1. Sag ich ja. Teilweise gibt es sogar fĂŒr einige “Pod-Systeme” 510-er Adapter. Es ist also vollkommen absurd das als Pod-System zu bezeichnen.

  2. Ich könnte mich jetzt hinstellen und sagen – Hab ich schon lange gesagt, aber alle anderen haben gelacht…
    Egal
    Stimme dir voll zu. Das handliche, saubere, unkomplizierte Podsystem ist die dampfende Zukunft. Am besten noch mit vorbefĂŒllten Kartuschen. Der Massentaugliche Kunde möchte es wie bei den Kippen :Folie aufreißen, Box aufklappen, Fluppe zwischen die ZĂ€hne und fertig. Schon beim selberbefĂŒllen werden die ersten die Nase rĂŒmpfen. Oder sogar ĂŒberfordert sein :Wieviele Raucher im fortgesetzten Alter gibt es? Die Probleme damit haben, aus einer Winzflasche winzige 2ml abzudrĂŒcken?
    Das dampfen in der Zukunft kann man vielleicht gut mit des deutschen Statussymbol vergleichen : Die Masse fĂ€hrt Golfklasse, einfach und bewĂ€hrt, eine kleine Menge möchte es ziemlich sportlich, ist bereit, dafĂŒr auch Kohle auszugeben. Nur die allerwenigsten möchten an ihrem Oldtimer schrauben und einfach ĂŒber alles Bescheid wissen, bis zur letzten Schraube.

    Anscheinend vergessen immer mehr (Profi) Dampfer, worum es geht :
    Wir alle wollen nicht mehr rauchen und die Dampfe hilft uns dabei. Da ist es doch völlig Wurst, mit welchem GerÀt der leckere Nebel erzeugt wird. Hauptsache, es dampft.

  3. Volle Zustimmung.
    Was benötigt wird, ist die volle Bandbreite an Produkten. Das schließt nicht nur die diversen Pod- und Tank-Systeme ein, sondern auch Tabakerhitzer und andere THR-Produkte wie Snus (“Chew Bags”). Je grĂ¶ĂŸer die Auswahl ist, desto höher die Chance, dass ein Raucher die fĂŒr ihn individuell passende Alternative findet.
    Man muss sie nicht selbst mögen*, aber GeschmĂ€cker sind verschieden und so wie wir nicht möchten, dass uns unsere Wahl willkĂŒrlich eingeschrĂ€nkt wird, so sollten wir auch nicht unsere Wertvorstellungen anderen versuchen aufzuzwingen.

    *Ich selbst kann Tabakerhitzern und Podsystemen nichts abgewinnen, aber vielleicht sind sie ja genau das Richtige fĂŒr andere.

  4. Geht es um eine niedrige Einstiegsschwelle, dann gibt es eigentlich nur POD-Systeme, am besten nur mit Zugautomatik.
    Die kommen der Zigarette am nÀchsten. Sind unkompliziert, kann man einfach einstecken, benötigen wenig ErklÀrung.
    Auch mir gelang Umstieg mit der Pod E-Zigarette. Zuvor war ich viele Jahre Dualuser.

  5. Kleine podsysteme als Zukunft? VorbefĂŒllte pods… Die genau so teuer wie zigaretten sind??? Da werden es die kleinen Firmen schwer haben… Wenn big T mit ĂŒberteuerten podsystemen den Markt ĂŒberflutet? Werde hat diesen Artikel bitte geschrieben? Hab lang nicht mehr eine so einseitige Berichterstattung gelesen.

    1. Offensichtlich hat da jemand einen Artikel gelesen, den ich gar nicht geschrieben habe. Erstens gilt es hier zwischen Berichterstattung und Kommentar zu unterscheiden. Ein Kommentar stellt meine Sicht der Dinge dar und ist damit zwangslĂ€ufig einseitig…
      Zweitens steht da nirgends irgendetwas von Pod-Systeme sind die Zukunft. Noch ĂŒberflutet Big-T den Markt mit “Pod-S”, dafĂŒr sorgen die “kleinen Hersteller” schon ganz gut allein.
      Sorry aber alles, was in diesem Kommentar angesprochen wurde, wird im Artikel so gar nicht gesagt. Folgerichtig fÀllt es sehr schwer in irgendeiner Art konstruktiv darauf zu antworten.

  6. Könnte die einzelnen Zeilen raussuchen…. Ist mit die MĂŒhe aber nicht wert. Sorry, ließ es selbst nochmal durch, vllt klappts dann beim nĂ€chsten mal

  7. Ich könnte die besagten Zeilen raus schreiben, ist mir die MĂŒhe aber nicht wert. Es liegt nicht an meiner “selektiven Wahrnehmung”, sondern an dem Text Inhalt! Nicht persönlich nehmen, vllt selbst nochmal lesen. Beim nĂ€chsten mal klappts dann vllt besser

    1. Ich nehm das sicher nicht persönlich, aber warum sollte ich das nochmal lesen? Ich hab es selbst geschrieben und nehme mal an das ich ganz gut einschĂ€tzen kann, was ich wie gemeint habe. Wenn “es dir die MĂŒhe nicht wert” ist, frage ich mich allerdings warum du ĂŒberhaupt kommentierst? Damit fĂŒhrst du ja die eigentliche Funktion des Kommentars ad absurdum. By the Way… Warum 2 Kommentare nahezu identischen Inhaltes in wenigen Minuten? Wegen der “selektiven Wahrnehmung”? (Die ich dir im Übrigen nicht unterstellt habe.)

  8. Alles richtig.
    ErgÀnzung: Auch als Altdampferin nutze ich inzwischen einfach POD-Systeme.
    Unterwegs finde ich sie einfach praktischer. Hauptsache, die PDOs lassen sich befĂŒllen und separat dazu und nachkaufen.
    Wegen dem stĂ€ndigen Wechsel am Markt lege ich mich auf ein System fest und kaufe davon gleich einen grĂ¶ĂŸeren Vorrat.
    So ist das Thema Dampfkonsum dann mind. ein Jahr erledigt und ich kann mich anderen Dingen widmen.
    Mir halten AT mit wechselbaren und brav separat geladenen Akkus bedeutend lÀnger, wenn sie nur zuhause genutzt werden.

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