2020 das Unjahr – Teil 2

4.9
(21)

2020 das Unjahr – Teil 2, ein Dampfer-Jahresrückblick…

Teil 1 hier…

Foto von Alexas Fotos von Pexels

 

Im Juli meinte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung sich mal wieder ungefragt ins Spiel zu bringen. Zumeist geschieht das durch mehr oder weniger qualifizierte Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter. Kleiner Tipp an Dani: Um ähnlich dubiosen Mist wie die Mandarine im weißen Haus über Twitter zu verbreiten, der dann anschließend von den Konsumenten kaum mehr hinterfragt wird, müsstest du die Schlagzahl deiner Beiträge drastisch erhöhen. Du musst also deine Follower mürbe machen. Alle paar Wochen BS verbreiten funktioniert nicht. So wird jeder Satz auseinander genommen…aber das nur am Rande. Wo waren wir? Ach ja, wie gesagt die „Beaufdrogte“ freute sich in einem Tweet über alle Maßen, das nun endlich das Thema Aromen auf den Tisch kommt. Also die vermeintliche Gefährdung durch selbige.

Der Hashtag verriet es schon, Aromen unterminieren den Jugendschutz. Diese „pösen“ Aromen. Wie weiland schon bei Mutter PöLa, schallte es aus allen Richtungen: „Denkt an die Kinder!“ Dumm nur das die BzGA das ganz anders sah und die angeblich durch Aromen mitverursachte Epidemie unter Kindern und Jugendlichen durch trockenes Zahlenmaterial widersprach. Ähnlich sahen es echte Wissenschaftler:

Wenig später im selben Monat boten uns Wissenschaftler eine geschmackvolle, man ist geradezu geneigt zu sagen aromatische Methode zur Reduktion der Weltbevölkerung an. Natürlich drückten sich die Weißkittel etwas sperriger aus. Prosa gehört nicht zur Ausbildung.

Verwendung von E-Zigaretten im Zusammenhang mit niedrigeren Spermienzahlen in einer Querschnittsstudie an jungen Männern aus der Allgemeinbevölkerung

Was nichts anderes bedeuten sollte, als das dampfen die Fruchtbarkeit verringern sollte. Leider waren sich die Ausführenden der Studie irgendwann selbst nicht mehr ganz so sicher und räumten ein:

Wir können nicht ausschließen, dass unsere Ergebnisse durch nicht bereinigte Verhaltensfaktoren beeinflusst werden können. Die Anzahl der täglichen Benutzer von E-Zigaretten war begrenzt, und die Ergebnisse sollten in anderen Studien wiederholt werden.

Es folgte das Sommerloch, das eigentlich keines war. In Wirklichkeit gab es haufenweise Dinge, die es zu besprechen galt.

  • Aromen-Verbote wurden diskutiert, ggf. vorbereitet
  • Besteuerung von Dampfprodukten in der Pipeline
  • Eine Flut von Junk-Science Studien rollte über uns hinweg
  • Weltweite Verbote und Einschränkungen gegen das Dampfen, ganz ohne jede wissenschaftliche Grundlage
  • unaufgeklärte Politiker als ständiges Hemmnis
  • usw.

Anstatt sich mit den wirklichen Problemen zu beschäftigen, die im Raum standen, gab und gibt es eine Gruppe von Dampfern die ausgezogen ist die Welt zu retten. Vor Plastikmüll, vor korrupten Händlern und gierigen Influencern. Da wurde Natriumhydrogencarbonat ins Liquid gestreut. (Gen manipulierend ist das Zeug dann auch noch.) In dunklen Ecken gab es heimliche Geldkofferübergaben an Influencer… Alle erfolgreichen Reviewer waren und  sind Büttel der „dunklen Seite der Macht“, also der Händler. Und überhaupt wer alles „umsonst“ von den Händlern und Herstellern bekommt, lügt sowieso! Basta!  Nicht  nur das die Hälfte all dieser von den Gralsrittern-Innen des Dampfens geäußerten Aussagen schlecht recherchiertes Halbwissen, bzw. Falschaussagen waren, sie schadeten dem Dampfen nachhaltig.

Irgendwie geriet die Corona-Problematik in den Hintergrund. „Pff, die paar Fälle!“ hörte man hin und wieder. Ein Fehler der sich rächen sollte. Wie brachte es zuletzt ein Politiker ungewollt komisch zum Ausdruck, „Wir haben nicht falsch gehandelt. Wir haben nur zu wenig gemacht!“ Ah ja… Alu-Hut tragende vegetarische Porsche Fahrer, taten allerdings „genug“ und irgendwann fragte sich auch der letzte Demokrat was Demokratie eigentlich alles erlauben sollte. Irgendwie steht die Antwort leider noch aus.

Es war das Jahr der Dani Ludwig. Zumindest nutzte sie das Thema Covid, wenn auch auf fragwürdige Weise.

Rauchen oder Dampfen –

beides keine gute Idee –

gerade jetzt in Coronazeiten.

https://www.dw.com/de/e-zigaretten-dampfen-erh%C3%B6ht-das-corona-risiko-erheblich/a-54525828

Gepostet von Daniela Ludwig am Montag, 17. August 2020

 

Offensichtlich ist das Analphabetentum doch weiter verbreitet als man denkt. Hätte Ludwig und ihre SM-Task-Force die zitierte Studie gelesen, wäre ihnen aufgefallen das die Zahlen der anonymen Online-Umfrage deren Aussagen nicht im geringsten nachprüfbar waren scheinbar folgendes ergeben haben (also wenn man sich mit den Zahlen beschäftigt und nicht nur die Überschriften zweifelhafter Gazetten liest, wie Ludwig es offensichtlich getan hat):

  • die Ausbildung der Mutter hat den Zahlen nach einen signifikanten Einfluss auf das Infektionsrisiko des Kindes
  • Geschlechtlich als  „Andere/-s“ einzuordnende haben ein höheres Risiko an Covid-19 zu erkranken
  • der kürzliche Gebrauch von Zigaretten und E-Zigaretten birgt ein geringeres Risiko für eine Erkrankung als lange zurückliegende Nutzung etc. etc. etc.

Die Ergebnisse der Studie waren, höflich formuliert, absoluter Schwachsinn. Aber hey es stand Stanford drauf, da kann man schon mal ohne zu prüfen, na ihr wisst schon. Außerdem ist es ein hartes Stück Arbeit auf dem Weg zu Mortler 2.0 voranzukommen. Also bitte etwas Nachsicht. Immerhin ist sie ja dicht dran…

Aber es gab auch halbwegs gute Nachrichten:

und den Beweis das einem, wenn auch nach einer gefühlten Ewigkeit unprofessionelle Wissenschaft und allzu erzwungenes Geschnacksel auf die Füße fallen kann. Glantz im Ruhestand…

 

Teil 3 hier

 

Bis die Tage

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