BIG-T

4.9
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BIG-T – ein Nachtrag

Geht es auch etwas emotionsloser, bitte?

Ja richtig gehört. Emotionen sind ja gut und im sozialen Alltag extrem wichtig. Das sei unbestritten sagt man… Aber mal ganz ehrlich, in einer fruchtbaren Diskussion sind sie eher nicht zielführend. Nach dem „Sturm im Wasserglas“ der letzten 2 Tage rechnet man ja im Allgemeinen mit Reaktionen sollte man sich in ein derartiges Thema einklinken. Und das aus allen Richtungen. Vom Schulterklopfen bis hin zum „Lösch dich!“ Das muss man aushalten können und das wäre auch nicht anders würde man über die verschiedenen Sorten von Knäckebrot referieren…

Aber was da im Moment abgeht, führt zu pausenlosem Kopfschütteln und damit sind nicht die Reaktionen der eigentlich Betroffenen gemeint, sondern die der theoretisch unbeteiligten.  Nach gründlichem Lesen der Kost, die mir meine Back-Link-Statistiken geliefert haben, frage ich mich ernsthaft, ob einige Zeitgenossen in einem Parallel-Universum existieren. Im Kielwasser der Diskussion um die WVA gab es einige erschreckende Wortmeldungen in diversen Foren.

Was wir tun können:
Fordern, dass der Tabakindustrie komplett verboten wird, E-Zigaretten auf den Markt zu bringen oder sich in irgendeiner Weise
an Diskussionen dazu beteiligt…sei es in Verbänden, Vereinen oder sonst wo.

das können wir witzigerweise z.B. von der Tabakkontrolle offiziell fordern  oder andere ANTZ um Hilfe bitten, ein Verbot durchzusetzen.
Man hat sich vor einigen Jahrzehnten geeinigt, der Tabakindustrie zu untersagen, alternative Nikotinprodukte anzubieten.

Quelle des Textes

Schon mal was von Marktwirtschaft gehört? Im Übrigen, sollte der Tabakindustrie verboten werden E-Zigaretten auf den Markt zu bringen, würde mich wirklich brennend interessieren unter welcher Vorgabe es den anderen Marktteilnehmern noch gestattet sein sollte. Ein Verbot des Inverkehrbringens würde alle Hersteller betreffen, nicht nur einzelne. Die Forderungen der o.g. Forenautorin würden also bei Umsetzung das definitive Aus für die Dampfe bedeuten. Was wieder einmal beweist, das man alles fordern kann, so bekloppt es auch sein mag. Die Forderung allein gewährleistet allerdings (zum Glück) nicht die Erfüllung derselben!

Wir sollen uns also jetzt Hilfe bei der WHO, dem DKFZ und bei den übrigen ANTZ holen? Bei denen die im Gegensatz zu BIG-T, das Verbot der Dampfe zu ihrem erklärten Ziel gemacht haben? Da fällt mir nun wirklich gar nichts mehr ein, also wirklich GAR NICHTS!

Genau das meine ich mit „emotionsloser“. Einfach mal tief Luft holen, den Hass auf BIG-T kurz zur Seite schieben und NACHDENKEN. Ist gar nicht so schwer, wenn man in sich ruht. Wenn man das geschafft hat, sollte man sich zuerst folgende Frage stellen:

Harm Reduction oder meine persönlichen Vorlieben sichern?

Liest man nämlich viele der Kommentare die sich aus o.g. Situation ergeben haben etwas genauer, scheint es als sei die Harm Reduction für viele nur eine Mantraartig wiederholte Phrase, aber eben nicht der Beweggrund für ihr Handeln. Das ist per se ja nicht verwerflich, aber dann sollte man auch nicht mit dem Begriff als Deckmäntelchen hausieren gehen. Erstens, ob das Produkt nun von sagen wir mal BAT kommt oder aus Shenzen ändert gar nichts daran das beide der Harm Reduction dienen. Natürlich entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, wenn gerade Hersteller eines nachweislich tödlichen Produktes parallel dazu eines anbieten, was den Ausstieg aus ersterem aus gesundheitlichen Gründen nahelegt und vereinfacht. Es ändert aber auch nichts an dessen Wirksamkeit. Wer das bestreitet, bestreitet auch automatisch den Nutzen aller anderen gleichartigen Produkte auf dem Markt.

Das, auch wenn es wehtut, BIG-T  Anteil am Umsteigermarkt hat, sollte klar sein. Soll heißen ein nicht unerheblicher Anteil an EX-Rauchern ist mit deren Produkten vom Rauchen weggekommen, hat also von ihren Harm Reduction Produkten profitiert. Dass die Verfügbarkeit ihrer Produkte höher ist und damit auch der Marktanteil stetig steigt, ist keine dunkle Verschwörung, es liegt am bestehenden und bestens ausgebautem Vertriebsnetz sowie Jahrzehnten Vorsprung im Marketing. Alles kein Hexenwerk.

Noch wilder wird es, verfolgt man die Ansätze einiger Dampfer, die den Tabakkonzernen unterstellen, sie arbeiten weiterhin daran das die Dampfe letzten Endes verboten werden soll. Klar, ein Konzern dessen Handeln einzig darauf abgestellt ist Gewinne zu erzielen investiert in ein Produkt zig-Millionen Entwicklungskosten, erreicht immer höhere Absätze, folglich Gewinne, arbeitet aber im Verborgenen an dessen Verbot. Zugunsten eines Produktes (der Tabakzigarette) das voraussichtlich in einigen wenigen Jahrzehnten von der Bildfläche verschwunden sein dürfte. NACHDENKEN! Die Dampfe ist für BIG-T ein Weg aus ihrem jetzigen Dilemma und ein Umsatzgarant für kommende Jahre, warum also sollten sie gegen sie kämpfen? Das macht die WHO… Dass sie darum kämpfen das ihr Produkt möglichst das einzige am Markt ist, mag für den einzelnen Dampfer nicht gerade positiv sein. Das ändert aber nichts daran das alle anderen Konzerne das ebenso halten (und sei es bei Haselnuss-Brotaufstrich). Nennt man Marktdominanz und ist im Regelfall das Ziel aller Marktakteure… Der Schutz des Wettbewerbs allerdings obliegt dem Kartellamt und daran wie gut oder schlecht die ihren Job machen.

Das reflexartige ablehnen eines Konsens mit BIG-T liegt also eher nicht am Aspekt der Harm Reduction.

Es gilt das Produkt und damit die Möglichkeit des Umstiegs überhaupt am Leben zu erhalten, gegen die Widerstände der ANTZ. Das wird auf lange Sicht gesehen nur funktionieren, wenn beide Parteien zusammen arbeiten. So abwegig sich das im Moment noch anhört bin ich persönlich fest davon überzeugt, das dies der einzig gangbare Weg ist.

 

Bis die Tage

 

 

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